HERTHA BSC: EIN GROßER UNTERSCHIED GEGENüBER DEM VORJAHR IST SCHON AUSZUMACHEN

Der Auftaktgegner und auch der weitere Spielplan für die kommende Saison in der 2. Bundesliga war Spielern, Verantwortlichen und Fans von Hertha BSC seit der vergangenen Woche bereits bekannt. Am Dienstag veröffentlichte die Deutsche Fußball Liga (DFL) weitere Details, in dem sie die ersten zwei Spieltage genau terminierte. Demnach wird die Heimpremiere von Neu-Trainer Cristian Fiél am 3. August um 13 Uhr im Olympiastadion stattfinden, nur eine Woche später wird Hertha BSC beim Hamburger SV um 20.30 Uhr Teil des Topspiels am zweiten Spieltag sein und darauf hoffen, nicht ähnlich klar unter die Räder zu kommen, wie das in der vergangenen Saison am dritten Spieltag beim 0:3 im Hamburger Volkspark der Fall gewesen ist.

Nun kann man aus den ersten zwei Wochen des Kennenlernens zwischen Trainer und Mannschaft sowie den zwei Testspielen freilich noch keine stichhaltigen Rückschlüsse darauf ziehen, wie denn der zweite Spieltag am 10. August laufen wird. Erste Erkenntnisse über seinen Kader und die bisherige Entwicklung hat Fiél dennoch schon gewinnen können. „Man hat gesehen, dass die Jungs wollten, dass sie die Dinge, die wir trainiert haben, umsetzen möchten“, sagte der 44-Jährige nach dem 4:0-Testspielsieg beim Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt am vergangenen Wochenende. Für Hertha BSC war es der zweite Erfolg im zweiten Test. Sechs Tage zuvor hatte Hertha BSC bereits beim Landesligisten FSV Bernau mit 7:0 gewinnen können.

Erste Aufschlüsse erhielt der Nachfolger von Pal Dardai auch schon von dem bisher letzten Zugang Diego Demme, dessen Verpflichtung wenige Stunden vor dem zweiten Testspiel vom Verein offiziell bekannt gegeben wurde. Der 32-Jährige soll auf der Sechserposition für Ordnung sorgen, was nicht erst in der abgelaufenen Spielzeit nicht immer gelang. 45 Minuten lang konnte sich Fiél von den Fähigkeiten des Zugangs, der ablösefrei von der SSC Neapel kam, überzeugen. Zusammen mit dem zweiten Zugang Kevin Sessa, der in Erfurt ebenso sein Testspieldebüt feierte, kam Demme im zweiten Spielabschnitt auf den Platz. Da hatte Michael Cuisance, der dritte neue Spieler dieses Sommers, das Feld schon verlassen. Nicht von Demme, aber vor allem von den Offensivleuten hätte sich der Trainer in der zweiten Hälfte allerdings „das eine oder andere Tor mehr gewünscht, aber man hat gesehen, dass wir insgesamt auf dem richtigen Weg sind“, sagte Fiél und zeigte sich recht zufrieden.

In den kommenden eineinhalb Wochen kann sich der Trainer weitere Bilder über die Umsetzung der Trainingsinhalte machen. Schon am Mittwoch (19 Uhr) steht beim Regionalligisten Babelsberg 03 das nächste Testspiel an, am Sonnabend tritt Hertha BSC beim FSV Zwickau (15 Uhr) an. Am 16. Juli reisen die Berliner zum Drittliga-Aufsteiger Energie Cottbus (18.30 Uhr), zwei Tage später ins Trainingslager ins österreichische Walchsee. Dort spielt Hertha BSC gegen den niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen (16 Uhr), ehe dann, wie seit Dienstag feststeht, am 3. August die neue Spielzeit mit dem Heimspiel gegen den SC Paderborn startet.

Bis dahin bleiben dem Trainerteam und den Spielern noch vier Wochen für die gemeinsame Arbeit. Ein großer Unterschied gegenüber der Vorbereitung der vergangenen Saison besteht darin, dass der Kader nahezu komplett geblieben ist, ein großer Umbruch ausbleiben wird. Das Team ist somit eingespielt und wird nur punktuell verändert. Wilfried Kanga und Myziane Maolida, die nach ihren Leihen wieder zurück in Berlin sind, gelten hingegen als Verkaufskandidaten. An Kanga sind wohl die beiden belgischen Vertreter KAA Gent und KRC Genk interessiert. Maolida hingegen könnte unter Fiél doch noch eine Chance erhalten und als Back-up für Fabian Reese in die Saison gehen – wenn Reese den Verein nicht sogar doch noch verlässt.

Das hofft bei Hertha BSC genau wie im Fall von Haris Tabakovic natürlich niemand. Für den Fall aber, dass Tabakovic noch gehen sollte, gäbe es seit Dienstag eine Alternative: Davie Selke. Vom 1. FC Köln hat sich der Stürmer offiziell verabschiedet, wäre laut seiner Abschiedsmitteilung sogar den Weg mit in die 2. Bundesliga gegangen. Er soll wohl Angebote aus Saudi-Arabien, Südkorea und Zypern prüfen. Dass es ihn, der einer der Top-Verdiener bei den Kölnern war, noch einmal zurück nach Berlin verschlägt, ist ohnehin nur schwer vorstellbar, klingt aber irgendwie auch ein Stück weit nach dem Berliner Weg, den Hertha BSC weiterhin verfolgt.

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