AUS 5 TAGEN URLAUB AUF BALI WURDEN 13 JAHRE – JETZT LEBE ICH MIT MEINER FAMILIE IN EINER TRAUMVILLA AUF DER INSEL

Wir leben bereits seit 13 Jahren auf Bali.

Es ist 13 Jahre her, dass Simen Platou von Norwegen nach Bali gezogen ist. Er erinnert sich noch genau an seinen ersten Besuch auf der indonesischen Insel. Damals machte er ein Praktikum in Vietnam. Eine Gruppe indonesischer Couch-Surfer, die bei ihm wohnte, brachte ihn auf die Idee, Bali zu besuchen. Fasziniert von ihren Erzählungen beschloss Platou, sich die Insel selbst anzusehen.

Eine Woche vor seiner Abreise nach Bali stellte Platou fest, dass ihm sein Praktikum überhaupt keinen Spaß machte. Also kündigte er, setzte sich in den Flieger und sah nie wieder zurück.

Simen Platou mit seiner Frau Jennifer und seinen beiden Kindern.

„Das war vor den sozialen Medien und allem anderen, ich wusste überhaupt nichts über Bali. Ich hatte noch nie ein Bild von Bali gesehen. Ich wusste nicht einmal, dass Menschen aus dem Westen hier leben“, so Platou. Er ist 38 Jahre alt und spricht über seine Erfahrungen mit Business Insider. „Aber als ich merkte, dass es eine Möglichkeit war, hat das meine ganze Einstellung verändert“, ergänzte er.

Was als fünftägiger Urlaub gedacht war, zog sich über sechs Monate hin. Platou kehrte dann nach Norwegen zurück, um seinen Master-Abschluss in Finanzwesen zu beginnen, und hielt sich an den ursprünglichen Plan, den er sich gesetzt hatte. Doch nach sechs Monaten in Norwegen konnte er der Anziehungskraft Balis nicht mehr widerstehen. Platou schloss seinen Master nie ab. Er beschloss, er wolle viel lieber auf Bali sein.

Er fand ein traumhaftes Haus auf Bali

Das Äußere der Villa.

Als Platou 2011 am Anfang auf Bali lebte, wohnte er in einer Gemeinschaftsunterkunft in Kuta, einer Region im Süden der Insel. Kuta ist bekannt für seine Surfer-Szene und war auch eine der ersten touristischen Siedlungen auf Bali. „Ich hatte einen Ventilator und ein Gemeinschaftsbad mit vier anderen Personen“, sagte Platou. Er sagte, er habe eine Million indonesische Rupiah (in etwa 57 Euro) pro Monat für das Zimmer bezahlt. Im Jahr 2014, als sich andere Teile Balis langsam entwickelten, zog Platou weiter nördlich nach Kerobokan – ein Gebiet zwischen Seminyak und Canggu – wo er mit seiner jetzigen Frau und seinen beiden Kindern heute immer noch lebt.

Das Sofa im Wohnbereich.

Sein Haus mit drei Schlafzimmern ist ein Erbpachtgrundstück mit einem 20-jährigen Mietvertrag. Er mietete es zunächst für zwei Jahre zu einem Preis von 170 Millionen indonesischen Rupien (ungefähr 9600 Euro). Danach verlängerte er den Mietvertrag um weitere zwei Jahre zu demselben Preis.

Inzwischen hat er seinen Pachtvertrag bis 2034, also um weitere 15 Jahre verlängert. Er zahlt für eine Verlängerung von jeweils fünf Jahren 370 Millionen indonesischen Rupiah (entspricht in etwa 21.000 Euro). Das macht im Durchschnitt 6,04 Millionen Rupiah (ungefähr 364 Euro) pro Monat. Platous zweistöckige Villa liegt versteckt in einer ruhigen Straße, neben drei anderen Villen desselben Vermieters.

Der offen gestaltete Wohn- und Essbereich.

Im ersten Stock befinden sich ein offener Wohn- und Essbereich, eine Küche und ein Home Office. Im Obergeschoss gibt es ein Fernsehzimmer und zwei Schlafzimmer. „Eines ist für die Kinder gedacht, das andere für mich und meine Frau. Aber derzeit schlafe ich bei unserer Tochter, und meine Frau schläft bei unserem Sohn“, sagt Platou.

Der Esstisch.

Das Haus war brandneu, als er einzog, aber es wurde in den letzten Jahren zweimal renoviert, um seiner wachsenden Familie Platz zu bieten. „Als ich eingezogen bin, hätte ich nie gedacht, dass ich hier einmal eine Familie haben würde, also haben wir alles so gemacht, wie es uns in den Sinn kam“, sagt er. Der Babyzaun um den Pool und die neuen Türen, die sich im Wohnbereich im ersten Stock schließen lassen, sind relativ neu.

Ein Loungesessel an der Küchentheke.

„Früher hatten wir hier drin keine Klimaanlage“, sagte Platou. Laut ihm wurde das Haus nicht mit den besten Materialien gebaut, was dazu führte, dass sich die Dinge im Haus schnell verschlechterten. Obwohl er nicht Eigentümer des Hauses ist, sagt Platou, dass er alles, was er verändert hat – von der Wasserpumpe bis zur Küche – aus eigener Tasche bezahlt hat.

Ein Sofa im oberen Stockwerk der Villa.

„Ich habe kein Problem damit. Ich verbringe so viel Zeit hier. Da wir schon so lange hier wohnen und die Miete vor einigen Jahren vereinbart wurde, ist es relativ günstig für uns. Es lohnt sich also immer noch“, sagt er. Obwohl sein Mietvertrag noch zehn Jahre läuft, hofft er, dass er bald ein neues Haus für seine Familie bauen kann.

Sie leben mittlerweile ein „entschleunigtes Leben“

Seit er nach Bali gezogen ist, hat Platou viele verschiedene Dinge getan, von der Gründung seines eigenen Bekleidungsgeschäfts bis hin zum Marketing für Versicherungsunternehmen.

Das Kinderzimmer.

In den letzten Jahren hat Platou in Immobilien investiert. Derzeit stellt er zwei Ferienvillen in Pererenan in der Nähe von Canggu fertig, die er vermietet. Als Unternehmer sagt Platou, dass er die Flexibilität auf Bali liebt. „Ich arbeite für mich selbst. Zudem kann ich arbeiten, wann ich will, aber das Beste an Bali ist, dass alle anderen das auch tun“, sagt Platou. Das ist etwas anderes als das Leben in Norwegen.

Platou und seine Frau schlafen bei ihren Kindern.

„Bei meinen Arbeitszeiten in Norwegen hätte ich niemanden, mit dem ich etwas unternehmen könnte“, sagte Platou. „Selbst wenn ich im Sommer nach Norwegen fahre, können wir uns mit den Freunden, die keinen Urlaub haben, nicht treffen – es spielt keine Rolle, dass ich freihabe. Aber hier hat jeder einen ähnlichen Zeitplan, sodass es einfach ist, sich zu treffen“.

Es fällt ihm auch leicht, neue Leute mit ähnlichen Interessen kennenzulernen. „Als Erwachsener hierherzuziehen, ist meiner Meinung nach einfach, solange man sich ein bisschen Mühe gibt“, sagte Platou. „Ich habe das Gefühl, dass man hier, wenn man Leute kennenlernen will, auch welche trifft“, fügte er hinzu.

Eines der Bäder im Haus.

Es hilft auch, dass die Expat-Gemeinschaft in Bali groß ist. Platou sagt, dass viele andere, die er auf seinem Weg getroffen hat, die gleiche Einstellung haben, Freundschaften zu schließen und neue Leute hereinzulassen.

Wie viele Einheimische hat auch Platou ein Motorrad, mit dem er schnell auf der Insel unterwegs ist. Und auch das trägt zu seinem sozialen Leben bei. „Wenn ich mich mit einem Freund treffe, ist es für mich ein Leichtes, überall hinzugehen. In Norwegen muss ich immer nachsehen, wann die U-Bahn fährt und wie weit der Fußweg ist“, sagt er.

Es gibt einen Kinderschutzzaun um den Pool.

Aber das Beste an Bali seien bei weitem die Menschen. „Ich habe immer erlebt, wie hilfsbereit die Menschen sind“, sagte Platou. „Als ich mit meiner Bekleidungslinie hier anfing, hatte ich keine Ahnung von Produktion oder Design. Aber alle Leute, die ich traf, waren so hilfsbereit. Sie nahmen mich mit in die Fabriken, zeigten mir, wie man es macht, und ließen mich in ihren Läden verkaufen. Ich glaube, an anderen Orten wären die Leute wahrscheinlich ein bisschen wettbewerbsorientierter“.

Bali verändert sich ständig

Platou möchte diejenigen, die nach Bali ziehen wollen, zur Vorsicht mahnen. Da sich die Insel so schnell entwickelt, kann sie anders aussehen und sich anders anfühlen, als die Menschen erwarten. „Man muss ein bisschen auf seine langfristigen Pläne achten. Man sollte also keine Villa mit Blick auf das Reisfeld bauen, weil sie in sechs Monaten schon wieder weg sein könnte“. Schließlich habe die Insel mehr zu bieten als die beliebten Touristenorte Canggu und Seminyak. „Ich denke, dass viele Leute, die hierherkommen, das tropische Leben erwarten, aber am Ende in eine Halbstadt ziehen“, fügte Platou hinzu.

Lest den Originalartikel auf Business Insider.

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